Einfaches Jing ohne nerviges Jang

Dec 9th, 2008 | By | Category: Branchenreport | Trackback URL

‘Alt-Druck’ – so einfach ist die Tastenkombination unter Windows, um ein Abbild der aktuellen Bildschirmumgebung in den systemeigenen Zwischenspeicher zu kopieren. Etwas umständlich muss dann noch eine Bildbearbeitungssoftware geöffnet werden, um das Image wieder auf digitales Pergament zu bannen. Versandfertig ist es danach aber noch nicht: Damit man den Screenshot ohne Sorge ins erbarmungslose und nie vergessende World Wide Web schicken kann, muss man erst noch kompromittierende Inhalte – wie zum Beispiel Links in der Favoritenzeile des Webbrowsers – mühevoll wegretuschieren oder ausschneiden. Dann speichert man die Datei ab, und fertig! Viele Schritte führen über einen Weg nach Rom!

Unter Linux und Mac OSX ist die ganze Prozedur zwar ein wenig kürzer, aber auch nicht wirklich zufriedenstellend. Und was macht man eigentlich, wenn man nicht nur einen Screenshot sondern gleich mehrere braucht oder sogar einen Film, um komplexe Abläufe auf dem Desktop zu erläutern? Entweder man nimmt sich einen Tag frei und bastelt eine passende Diashow oder stellt gleich eine Videokamera neben sich auf. Mit ‘The Jing Project’ bietet das Internet allerdings eine wesentlich komfortablere Alternative. Die Freeware ist schnell runtergeladen. Schnell noch einen Account beim Anbieter eröffnen, Programm installieren und schon kann es losgehen. Egal ob Video oder Screenshot – bei beiden Varianten bestimmt man erst den Bildausschnitt und drückt dann auf den Auslöser. Das erspart das zeitraubende Zuschneiden im Nachhinein (oder eben hämische Kommentare der Kollegen wegen des BildOnline-Links).

Phänomenal und super simpel ist der Videomodus. Hier lassen sich komplexe Arbeitsabläufe ganz einfach dokumentieren. Über ein eingebautes Mikrofon oder ein Headset kann man sogar noch Erläuterungen oder Anweisungen aufnehmen. Ist das Video fertig, wird es freigegeben und im eigenen Account auf dem Webserver des Projekts abgespeichert. Bei Bildern funktioniert das übrigens genauso. Windows-User können ihre frisch aufgenommene Präsentation sogar in Powerpoint integrieren.

Der absolute Clou ist, dass man mit dem Jing Project keine E-Mail mit großem Bild- oder Videoanhang verschicken muss. Es reicht, die Linkadresse des Machwerks in seiner Nachricht anzugeben. Volle E-Mail-Postfächer oder Volumen-Begrenzungen der Account-Anbieter umgeht man so elegant. Und: Man kann seine Show auch gleich mehreren Nutzern ressourcen- und zeitsparend zur Verfügung stellen. Eine tolle Sache also. Erhältlich ist das nützliche Tool direkt auf der Homepage des Jing Projects für Windows und Mac OSX. Linux-Benutzer schauen leider bisher noch in die Röhre.


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2 comments
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  1. Gutes Tool, allerdings hat es enorme Probleme beim aufzeichnen von audiospuren via Headset ! Mit Camtasia funktioniert alles einwandfrei. Audioeinstellungen sind auch in Ordnung. Aber per Jing ist keine Audioaufnamhe möglich. – Woran liegt´s?

  2. Die Frage lässt sich ohne genauere Angaben zum verwendeten System (Win XP / Vista / Mac?) und der Hardware nicht ohne weiteres beantworten. Ich hatte bislang noch keine Schwierigkeiten bei der Audioaufzeichnung.

    Allerdings scheint es das Problem doch häufiger zu geben: Auf dem offiziellen Jing-Blog (http://blog.jingproject.com/2008/05/recording-windows-system-audio.html) wurde darüber schon ausgiebig diskutiert. Vielleicht ist hier auch die passende Lösung zu finden. Viel Erfolg!

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