Von Panik keine Spur: Konjunktur am bayerischen Untermain

Nov 3rd, 2008 | By | Category: Aus der Region | Trackback URL

Täglich erreichen uns neue Horrormeldungen von den internationalen Finanzmärkten: Da ist der Bedarf an positiven Meldungen natürlich groß. Und selbst Nachrichten, die sonst eher verhalten aufgenommen werden, haben in diesen Zeiten etwas Wohltuendes. So belegt eine aktuelle Umfrage der IHK Aschaffenburg, dass es – trotz der globalen Schlechtwetterlage – den Unternehmen am bayerischen Untermain relativ gut geht. Die Zahlen geben zwar keinen Grund, in Jubel auszubrechen, und die Aussichten sind etwas getrübt. Insgesamt ist die Lage bei den meisten Befragten aber zufriedenstellend.

Nur etwa ein Sechstel der von der IHK befragten Unternehmen klagt über schlechte Ergebnisse, die meisten sehen sich dagegen derzeit recht gut positioniert. Einige Branchen – allen voran Dienstleistungs- und Großhandelsunternehmen – erwarten sogar, in den nächsten Monaten neues Personal einstellen zu können.

Und selbst die Zukunftsaussichten sind nicht so düster, wie man meinen könnte. Zwar erwarten auch die IHK-Mitglieder am bayerischen Untermain keine Wunder, die Aussichten sind jedoch besser, als man vermuten würde. Problematisch ist die Lage nur in der Verkehrs- und Baubranche: Hier wirken sich die Entwicklungen auf dem Energiemarkt zunehmend negativ auf die Auftragslage aus. Von den befragten Bauunternehmen bewertet kein einziges die aktuelle Geschäftslage positiv.

Sehr deutlich machen die statistischen Erhebungen auch ein anderes Phänomen, das die Region erreicht hat: Etwa 60 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der Verkehrsbranche geben an, dass ein akuter Fachkräftemangel den täglichen Betrieb zu behindern droht. In anderen Branchen herrscht jedoch vorsichtige Zuversicht, die momentane Unruhe unbeschadet zu überstehen.


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