Social Media: Gekommen, um zu bleiben

Oct 9th, 2009 | By | Category: Branchenreport | Trackback URL

Es sind beeindruckende Zahlen, die man da liest. Sie alle drehen sich um die Themen ‘Internet’ und ‘Social Media’: Schon nach drei Jahren hörten mehr als 50 Millionen Menschen ihre Musik auf dem iPod; Melodien aus dem Radio verfolgten so viele Hörer erst nach 38 langen Jahren. Wäre das soziale Netzwerk Facebook eine Nation, wäre es – an ihrer Mitgliederzahl von aktuell rund 300 Millionen gemessen – die viertgrößte der Erde, heißt es weiter. Und erhielten die Macher von Wikipedia pro neuem Artikel in der Mitmach-Enzyklopädie nur einen Dollar, würden sie 156 Dollar verdienen – pro Stunde!

Abgebrannt wird das rund viereinhalb Minuten lange Zahlenfeuerwerk in einem Webvideo auf YouTube. Die wuchtige Musik von Fatboy Slim verleiht den Textpassagen einen eigentlich kaum mehr nötigen Nachdruck. Denn die Aussage ist klar: Social Media ist da! Wie kein anderes Kommunikationsmedium zuvor hat sich das Internet und damit auch seine soziale Komponente in der Weltgesellschaft etabliert. Das World Wide Web als Tummelplatz von ‘Geeks’ und ‘Nerds’? Das war es vielleicht mal. Heute ist es das wohl mächtigste Medium der Welt.



Der Trend ist nicht mehr umkehrbar

Quellenangaben zur Herkunft der Erhebungen und Verweise auf fundierte Studien liefert das Video nicht. Braucht es auch nicht, denn viele der Zahlen sind einem in der digitalen Welt hier und da ohnehin schon über den Weg gelaufen. Selbst wenn die Angaben nur grob geschätzt sind und die Methodik mancher Erhebung (siehe Zahl der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter über das Business-Netzwerk ‘LinkedIn’ finden) recht fragwürdig erscheint: Der Trend ist eindeutig. Social Media hat sich einen Weg in unseren Alltag gebahnt – in den der Teenager ebenso wie in den vieler ‘Best Ager’, die das Medium mehr und mehr für sich entdecken.

Zu hören ist also Fatboy Slim. Warum nicht ‘Wir sind Helden’? Für internationales Publikum wäre das deutsche Liedgut zugegebenermaßen schwerlich zu verstehen, doch inhaltlich könnte ein Song wie ‘Gekommen, um zu bleiben’ gar nicht besser passen. Die zu Eingang des Videos gestellte Frage nach Social Media als Modeerscheinung wäre damit auch schon beantwortet. Und selbst wenn es viele nicht so sehen: Social Media ist keine Eintagsfliege, kein einmaliges Phänomen. Kanäle wie Twitter können freilich wieder verschwinden. Das Prinzip des offenen, globalen, freien Meinungsaustauschs wird es dagegen nicht. Soziale Medien werden so auch für die Unternehmenskommunikation immer relevanter.

Wer nach wie vor zweifelt, führe sich noch folgende, überraschende Erkenntnis vor Augen: ‘Social Media’ steht auf Platz eins aller Webaktivitäten – und hat die Pornoindustrie damit auf Platz zwei verdrängt…
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