Vorbeugen statt nachbessern: Social-Media-Monitoring in der PR
Sep 18th, 2009 | By Martin Michel | Category: Branchenreport | Trackback URLViele Unternehmen fürchten sich vor dem Web2.0. Immer wieder ist von ‘Kontrollverlust’ die Rede. Andere stehen dem Medium Internet, das sich zum globalen Forum für zunehmend offenen Meinungsaustausch entwickelt hat, zumindest reserviert gegenüber. Sie sehen zwar einige Vorteile, doch weit mehr Nachteile in der zielgerichteten Kommunikation im Netz. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall! Einzige Voraussetzung: Man weiß mit Diensten wie Facebook oder Twitter angemessen umzugehen.
Monitoring als Basis jeder Strategie
Was bedeutet angemessen? In erster Linie heißt das, Chancen und Risiken richtig einschätzen zu können. Das fängt bereits bei der Technik an: Wer die Feinheiten der Dienste versteht, wird auch sicher mit ihnen umgehen können – und so die Risiken eindämmen. Die Frage, ob Social-Media-Monitoring nun zu ebensolchen Feinheiten zu zählen ist, werden Unerfahrene vielleicht mit ‘ja’ beantworten. Der Überblick über das große Ganze ist allerdings nichts Extravagantes, sondern elementar für jede gute Kommunikationsstrategie.
Wer wissen will, was über sein Unternehmen gesagt wird, der muss erst einmal zuhören. Und genau das geht nur über individuelles Monitoring. Ob über kostenlose Feeds von Google und Twitter oder kostenpflichtige Angebote wie ‘Meltwater’ oder ‘eThority’: Es gibt viele Möglichkeiten Foren, Blogs und Wikis in Augenschein zu nehmen – also auch dann, wenn ein kleines Budget der Planung enge Grenzen setzt. Allein eins ist allen Diensten gemeinsam: Überwachung, Wartung und Konfiguration verschlingen personelle Ressourcen. Eine Ergebnisprüfung durch die ‘Maschine Mensch’ ist auch heute noch zwingend nötig.
Unternehmen stärken und Image fördern
‘An apple a day keeps the doctor away’, lautet ein bekanntes Sprichwort. Mit kontinuierlichem Monitoring und kommunikativen Krisen verhält es sich ähnlich: Wer auf dem Laufenden bleibt, Gefahrenpotenzial frühzeitig erkennt und besonnen reagiert, kann auf den Spin Doctor getrost verzichten. Nur eins muss die Reaktion auf unangenehme Meinungen im Web sein: ehrlich! Gekünsteltes Gehabe wird sofort erkannt und schadet nachhaltig dem Ruf.
Eine Vollkasko-Versicherung gegen Krisen ist natürlich auch Social-Media-Monitoring nicht. Zu groß ist das Web, um alles lückenlos zu überblicken. Gerade im Bereich von sozialen Netzwerken wie Facebook gibt es auch in technischer Hinsicht noch Probleme, schließlich sind Mitgliederbeiträge per se privat und werden somit nicht erfasst. Und dennoch: Viele Ideen und Meinungen, die im analogen Zeitalter noch unentdeckt geblieben wären, können kurzerhand aufgespürt werden. Oft werden sie das eigene Unternehmen sogar stärken und sein Image fördern. Kein Grund also für Unternehmen, sich vor dem Web zu fürchten.
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