Einblicke in das Innenleben der PR-Branche

Mar 9th, 2010 | By Martin Michel | Category: Branchenreport | Trackback URL

Was machen PR-Menschen eigentlich den ganzen Tag? Für alle, die in der Branche arbeiten, eine Frage der Kategorie ‘überflüssig bis banal’. Nicht aber für die, die sich außerhalb dieses Kreises befinden. Und ebenso für die nicht, die gern in diesen Kreis hinein möchten. Kurzum: Für Fachfremde und Berufseinsteiger ist die Frage alles andere als banal. Diese Erkenntnis kam Thomas Pleil schon vor einiger Zeit. Unter dem Motto ‘A Day in the Life of PR Folks’ rief der Darmstädter Hochschulprofessor PR-Schaffende dazu auf, Einblicke in ihren Arbeitsalltag zu gewähren – mit mäßigem Erfolg.

Nun unternimmt Pleil einen weiteren Anlauf und will PRler dafür begeistern, die Mauern der Verschwiegenheit einzureißen. Diesmal mit erstem zaghaftem Erfolg: Eine Handvoll Mutiger hat in die Tasten gegriffen und einen Tag ihres Berufslebens dokumentiert. Vom ersten Schritt ins Büro bis zum Runterfahren des Computers dröseln die Teilnehmer ihren Alltag im Minutentakt auf. Nicht nur für Außenstehende ist dieser Blick in das berufliche Innenleben von Pressesprechern, Beratern und Agenturleitern interessant. Auch viele Kollegen dürften sich dafür begeistern können.

Das Projekt ist gleich in mehrerlei Hinsicht lohnend: Wie beabsichtigt, dient der offene Austausch zum einen dem besseren Verständnis dessen, was auf viele Neu- und Quereinsteiger zukommt. Zum anderen trägt er zur Entmystifizierung eines ganzen Berufsstands bei. Allzu oft wird in den Medien suggeriert, er bestehe aus verschlagenen Manipulierern mit fragwürdigen Geschäftsmethoden. Eine Allgemeingültigkeit wird durch spektakuläre Einzelfälle unterstellt – wie jüngst im Fall von Norbert Essing. ‘A Day in the Life of PR Folks’ dürfte nun zumindest ein Stück weiter zur Erkenntnis beitragen, dass auch auf der PR-Weide überwiegend weiße Schafe grasen. Der Alltag von PR-Praktikern ist zwar interessant und abwechslungsreich, bei weitem aber nicht so sensationell, wie es viele gerne hätten.

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2 comments
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  1. Danke schön für’s Aufgreifen meiner kleinen Idee. Ich hoffe, Artikel wie dieser motivieren noch ein paar Kolleginnen und Kollegen, mitzumachen. Noch steht das Ganze sehr am Anfang….

  2. Hallo Herr Pleil,

    gern. Langsam aber sicher nimmt das Projekt ja Gestalt an. Einige Kollegen konnten sich offenbar noch dafür erwärmen. Es freut uns, wenn wir einen kleinen Teil dazu beitragen konnten!

    Beste Grüße nach Darmstadt

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