Neue Studie: PR und Werbung im Leistungstest

May 18th, 2010 | By | Category: Branchenreport | Trackback URL

Eines der zurzeit am heißesten diskutierten Themen in der Kommunikationsbranche ist der ‘Return on Investment’, kurz ROI, im Web 2.0. Was bekomme ich für meine Social-Media-Aktivitäten zurück? Was macht mein Engagement im Netz in barer Münze aus? Wie viele Stakeholder entscheiden sich aufgrund unserer Anstrengungen für unsere Produkte? Diese Fragen stellen sich Unternehmensleiter oft bevor, oft aber auch erst während der Umsetzung ihrer Web-2.0-Strategie. Über Sinn und Unsinn solcher Fragen wird leidenschaftlich debattiert.

Eine Antwort auf die ROI-Frage können auch Lothar Rolke und Marei Dost von der Fachhochschule Mainz nicht geben. Aber sie haben in ihrer jüngsten Studie ein weiteres gewichtiges Argument für den Einsatz von Online-, aber auch von klassischer PR geliefert. Unter dem Titel ‘Werbung und PR im Leistungstest’ haben die Autoren eine Studie veröffentlicht, in der sie zwei Disziplinen miteinander vergleichen, die in vielen Kommunikationsabteilungen in Konkurrenz zueinander stehen.

Das Ergebnis: ‘Öffentlichkeitsarbeit ist im direkten Vergleich meist wirkungsvoller als die klassische Werbeanzeige – jedenfalls wenn es um wichtige Kaufentscheidungen wie Autos, Kosmetik oder elektronische Geräte geht, denen der Interessent viel Aufmerksamkeit widmet.’ So steht es in der Pressemitteilung, die die FH Mainz im Zuge der entsprechenden Buchveröffentlichung herausgegeben hat.

‘Öffentlichkeitsarbeit überzeugt vor allem, wenn es um die Vermittlung von Wissen, wenn es um Fragen der Glaubwürdigkeit und der Überzeugungskraft von Argumenten geht’, heißt es weiter. Gerade online hat PR die Nase vorn, denn die Mehrheit der Studienteilnehmer lehnen Werbung im Internet ab. Umso stärker wiegt dieses Ergebnis, hält man sich vor Augen, dass das Internet das ‘Informationsmedium Nr. 1′ unter den Probanden ist.

Nach Meinung von Lothar Rolke wird es nun vermehrt Streit darüber geben, ‘wer künftig in der Kommunikation die Führungsrolle übernimmt.’ Mit der neuen Studie haben PR-Verantwortliche gegenüber ihren Werbekollegen jedenfalls ein weiteres, schlagendes Argument auf ihrer Seite. Und vielleicht tritt damit allmählich auch die ROI-Frage ein Stück weiter in den Hintergrund.
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