Training unter erschwerten Umständen

Apr 8th, 2010 | By | Category: Römerlauf / Bürosport | Trackback URL

Die menschliche Nase – ein sensibles Organ. Der Mensch besitzt 347 auf unterschiedliche Duftmoleküle spezialisierte Rezeptoren. Der Durchschnittspudel, der hin und wieder nach meinen Schnürsenkeln schnappt, aber eigentlich nur spielen will, sogar über 1.000. Doch selbst beim Menschen genügt ein Milligramm Vanille pro 1.000 m³ Luft, damit wir den Geruch wahrnehmen. Duftintensität und -wirkung sind eng miteinander verbunden.

Was das alles in einem Artikel in der Kategorie Römerlauf zu suchen hat? Nun, da der Frühling Einzug gehalten hat, treibt es mehr und mehr Spaziergänger und Schön-Wetter-Sportler vor die Türe, von denen einige offensichtlich der Meinung sind, sich erst nach einem Bad in Parfüm oder Rasierwasser in den Park wagen zu können. Hier also mein Plädoyer:

Beim Laufen brauche ich Luft, noch viel mehr als sonst. Leider kann ich unter Belastung mit dem Atmen aber nicht einfach mal kurz aufhören, z.B. wenn mir ein wandelnder, meist perfekt geschminkter Parfümzerstäuber entgegen kommt. Ganz ehrlich: Neben der optischen Wahrnehmung brauche ich nicht noch ein zusätzliches olfaktorisches Warnsignal, das mir ankündigt, dass hinter der nächsten Kurve noch jemand zu Fuß, zu Rad, mit Kinderwagen oder Hund unterwegs ist. Manchmal kann weniger mehr sein… und die Fluchtschwelle, an der nicht nur ein Hund Reißaus nimmt, ist schneller erreicht, als man denkt!

by beppo1 @ pixelio.de
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